40 Jahre Museum Ludwig!

Im Jubiläumsjahr hat sich das Museum Ludwig etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Unter dem Namen „Wir nennen es Ludwig“ wird es vom 27. August 2016 bis 08. Januar 2017 eine Gruppenausstellung geben, für die rund 25 Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt neue Arbeiten entwickeln bzw. gemeinsam mit dem Team Werke aussuchen. Im Mittelpunkt steht die Institution selbst, denn die Kunstwerke beziehen sich auf das Museum, reflektieren es und machen deutlich, wofür es steht.

Pop-Art

Pop Art ist eine zeitgenössische, moderne Kunstrichtung, die sich in den 1950er Jahren vor allem in den USA und Großbritannien entwickelt hat und in den 1960ern bereits weit verbreitet und sehr beliebt war. Sie reflektiert die Realität im Alltagsleben der Menschen und nimmt damit Abstand vom gefühlsbetonten, abstrakten Expressionismus.

Vorbild und Inspiration waren die Werbe- und Unterhaltungsindustrie. Banale Alltagsgenstände des populären Massenkonsums oder auch berühmte Persönlichkeiten wurden vergrößert, nachgeahmt und künstlerisch verfremdet. Da Betrachter diese mit der ästhetischen Realität verbanden und sich dementsprechend damit identifizierten, konnte sich „Pop Art“ so schnell verbreiten.

Die Kunstwerke des „Pop Art“ sind leicht zu erkennen, weil die typischen Merkmale gleich ins Auge fallen und sich dem Betrachter regelrecht aufdrängen. Besonderes Stilmittel sind flächig dargestellte, grelle Farben in gewagten Zusammenstellungen, die nicht mehr der Realität des Gegenstandes oder der Person entsprechen und Sie somit in ein anderes Licht mit neuem Verständnis rücken. Außerdem die großen Formate und die besonders gewählten Ausschnitte der Objekte. Die meisten Formen werden mit schwarzen Linien umrandet, wie man es aus Comic-Zeichnungen kennt, so dass eine eindringliche Wirkung mit besonderem Reiz erzielt wird.

Andy Warhol

war der bedeutendste Künstler der Pop-Art und schuf in seiner langen Karriere eine kunterbunte Mischung an verschiedensten Werken. Zu den wichtigsten zählen seine Siebdrucke, mit denen er ganze Serien an Motiven darstellte, die noch heute nahezu jeder kennt. Beispiele hierfür sind seine Interpretationen von Marylin Monroe oder Elvis Presley, sowie seine Darstellung von Alltagsgegenständen wie Suppendosen, Cola-Flaschen oder Geldscheinen. Er konfrontierte den Betrachter mit vertrauten Objekten in einer künstlichen, poppigen Welt, was ihn zu einem der bekanntesten Künstler seiner Zeit aufsteigen ließ.

Roy Lichtenstein

war auch einer der wichtigsten Vertreter der Pop-Art. Vorbild seines Stils waren Comic-Zeichnungen, die ihn letztendlich auch berühmt machten. Meist kopierte er diese, veränderte sie nur leicht und gab ihnen eine ganz andere Bedeutung, musste sich dadurch aber oftmals vorwerfen lassen ein „Nachmacher“ zu sein.

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